Aktuelles Einsätze der Feuerwehr Owingen
Neuigkeit: 25.07.2010 - Die Feuerwehr Owingen sieht rot...
..und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn in der vergangenen Woche konnten die ersten der über 90 Owinger Feuerwehrkameraden ihre neue Einsatzkleidung bestehend aus Hitzeschutzhose und hochmoderner, in rot gehaltener Multifunktionsjacke in Empfang nehmen.
Eine Zeitreise zurück in das Jahr 1910. Auch schon damals gibt in Owingen schon grössere Einsätze, doch vor 100 Jahren ähnelte das Aussehen der Einsatzkleidung eher an eine Paradeuniform. Menschenrettung aus einem in Flammen stehenden Haus? Fast undenkbar, nicht nur aufgrund des fehlenden Atemschutzgerätes. Hitzeinwirkung über längere Zeit vertrug die damalige Ausrüstung nicht. Über die Jahre hat sich dann die Kleidung gewandelt und wurde an die sich kontinuierlich verändernden Einsatzanforderungen angepasst.
In den 90'er Jahren beschaffte die Wehr die Schutzkleidung nach dem baden-württembergischen Einheitssystem "90" , welche mit der weit bekannten orangenen Jacke "Jäger 90" und blauen Arbeitshose bis jetzt im Einsatz ist. Natürlich wurden über die Jahre defekte Modelle ersetzt aber nun ist man doch an einem Punkt angelangt, an dem nicht nur ein paar sondern ein Grossteil der Jacken und Hosen verschlissen sind und sukzessive ausgetauscht werden müssen.
Zudem entsprechen die Kleidungsstücke teils nicht mehr den geltenden Normen. Die Materialforschung ist derweil auch nicht stehen geblieben und so gibt es auf dem Markt zahlreiche hochmoderne und effiziente Modelle nach der derzeit geltenden HuPF Norm, die zum einen höchstmöglichen Schutz für den Träger gewährleisten und zugleich auch hohen Tragekomfort gewährleisten.
Die Owinger Wehr hatte im letzten Jahr zahlreiche Angebote zu Schutzkleidungen eingeholt und sich vorführen lassen; letztendlich entschied man sich für ein Modell der schweizerischen Qualitätsfirma CONSULTIV (Brandschutzsystem Fireliner). Die Firma ist weithin bekannt; u.a. schützte deren Schutzkleidung Niki Lauda vor noch schwereren Verletzungen bei seinem Feuerunfall im Jahre 1976. Die Produktion der Produkte erfolgt nicht irgendwo in Fernost, sondern ausschließlich in Deutschland, was zusätzlich für Vertrauen sorgt.
Beim Blick auf die Zusammensetzung der Kleidung könnte man meinen, es handle sich um einen Anzug für Weltraumeinsätze: Metaaramid-Futter, Flourkarbonharzbeschichtung und eine Hitzeschutz-Membran aus Teflon (PTFE), ein Stoff der wegen seiner Hitzeresistenz auch als Beschichtung auf Bratpfannen oder in der Elektroindustrie zu finden ist. Alles Materialien, die in ihrer Gesamtkomposition optimalen Hitzeschutz, Nässeschutz, Windschutz, bedingte Chemikalienresistenz und Atmungsaktivität gewährleisten.
In 2009 wurde der durch den Feuerwehrausschuss vorgeschlagene Entwurf zur Einsatzkleidung dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Trotz des zugegebenermassen nicht ganz günstigen Anschaffungspreises von rund 800 ¤ pro Person (Jacke und Hose zusammen) stimmte der Rat einstimmig dem Entwurf zu. Schliesslich sollen die Wehrleute nach einem Einsatz wieder gesund zu ihren Familien zurückkehren und gerade wer sich freiwillig in Gefahr begibt um anderen Personen zu helfen, muss eben gut geschützt werden.
Über die nächsten 5-6 Jahre soll nun der gesamte Bestand der Wehr sukzessive ausgetauscht werden. Vorrang hatten nun zunächst die Atemschutzgeräteträger.
Mit der neuen Kleidung ist sich die Wehr sicher, eine gute Wahl getroffen zu haben, um auch für schwierige Einsätze in Puncto Eigenschutz bestens gerüstet zu sein.
Kommandant Endres persönlich nahm die Ausgabe der Kleidung vor und erläuterte die technischen Eigenschaften. "Dies sei schon etwas ganz Besonderes", so Endres. Zugleich mahnte er zum pfleglichen Umgang mit dem teuren Ausrüstungsstück. "Bei nicht-kritischen Einsätzen wie z.B. bei einem Ölleck unterm Auto kann man z.B. ruhig eine alte Decke unter das Fahrzeug legen, bevor man unter das Auto klettert". Schliesslich soll die Einsatzkleidung dort ihre Fähigkeiten voll entfachen, wo sie am meisten gebraucht wird, nämlich zur Menschenrettung und Brandbekämpfung. Mit bis zu 370 Grad Eigentemperaturresistenz dürfte diese dazu voll geeignet sein.
Unser Bild zeigt die "Fotomodelle" der Wehr bei der ersten Anprobe nach Aushändigung der neuen Kleidung.
Der Gemeinde sei gedankt für das hohe Vertrauen, welches sie in die Wehr hat und u.a. durch Zustimmung zu dieser und weiteren Anschaffungen bewiesen hat.
Weitere Informationen zum Fireliner-Schutzkleidungssystem: www.consultiv.ch
Ihre Feuerwehr Owingen

Eine Zeitreise zurück in das Jahr 1910. Auch schon damals gibt in Owingen schon grössere Einsätze, doch vor 100 Jahren ähnelte das Aussehen der Einsatzkleidung eher an eine Paradeuniform. Menschenrettung aus einem in Flammen stehenden Haus? Fast undenkbar, nicht nur aufgrund des fehlenden Atemschutzgerätes. Hitzeinwirkung über längere Zeit vertrug die damalige Ausrüstung nicht. Über die Jahre hat sich dann die Kleidung gewandelt und wurde an die sich kontinuierlich verändernden Einsatzanforderungen angepasst.
In den 90'er Jahren beschaffte die Wehr die Schutzkleidung nach dem baden-württembergischen Einheitssystem "90" , welche mit der weit bekannten orangenen Jacke "Jäger 90" und blauen Arbeitshose bis jetzt im Einsatz ist. Natürlich wurden über die Jahre defekte Modelle ersetzt aber nun ist man doch an einem Punkt angelangt, an dem nicht nur ein paar sondern ein Grossteil der Jacken und Hosen verschlissen sind und sukzessive ausgetauscht werden müssen.
Zudem entsprechen die Kleidungsstücke teils nicht mehr den geltenden Normen. Die Materialforschung ist derweil auch nicht stehen geblieben und so gibt es auf dem Markt zahlreiche hochmoderne und effiziente Modelle nach der derzeit geltenden HuPF Norm, die zum einen höchstmöglichen Schutz für den Träger gewährleisten und zugleich auch hohen Tragekomfort gewährleisten.
Die Owinger Wehr hatte im letzten Jahr zahlreiche Angebote zu Schutzkleidungen eingeholt und sich vorführen lassen; letztendlich entschied man sich für ein Modell der schweizerischen Qualitätsfirma CONSULTIV (Brandschutzsystem Fireliner). Die Firma ist weithin bekannt; u.a. schützte deren Schutzkleidung Niki Lauda vor noch schwereren Verletzungen bei seinem Feuerunfall im Jahre 1976. Die Produktion der Produkte erfolgt nicht irgendwo in Fernost, sondern ausschließlich in Deutschland, was zusätzlich für Vertrauen sorgt.
Beim Blick auf die Zusammensetzung der Kleidung könnte man meinen, es handle sich um einen Anzug für Weltraumeinsätze: Metaaramid-Futter, Flourkarbonharzbeschichtung und eine Hitzeschutz-Membran aus Teflon (PTFE), ein Stoff der wegen seiner Hitzeresistenz auch als Beschichtung auf Bratpfannen oder in der Elektroindustrie zu finden ist. Alles Materialien, die in ihrer Gesamtkomposition optimalen Hitzeschutz, Nässeschutz, Windschutz, bedingte Chemikalienresistenz und Atmungsaktivität gewährleisten.
In 2009 wurde der durch den Feuerwehrausschuss vorgeschlagene Entwurf zur Einsatzkleidung dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Trotz des zugegebenermassen nicht ganz günstigen Anschaffungspreises von rund 800 ¤ pro Person (Jacke und Hose zusammen) stimmte der Rat einstimmig dem Entwurf zu. Schliesslich sollen die Wehrleute nach einem Einsatz wieder gesund zu ihren Familien zurückkehren und gerade wer sich freiwillig in Gefahr begibt um anderen Personen zu helfen, muss eben gut geschützt werden.
Über die nächsten 5-6 Jahre soll nun der gesamte Bestand der Wehr sukzessive ausgetauscht werden. Vorrang hatten nun zunächst die Atemschutzgeräteträger.
Mit der neuen Kleidung ist sich die Wehr sicher, eine gute Wahl getroffen zu haben, um auch für schwierige Einsätze in Puncto Eigenschutz bestens gerüstet zu sein.
Kommandant Endres persönlich nahm die Ausgabe der Kleidung vor und erläuterte die technischen Eigenschaften. "Dies sei schon etwas ganz Besonderes", so Endres. Zugleich mahnte er zum pfleglichen Umgang mit dem teuren Ausrüstungsstück. "Bei nicht-kritischen Einsätzen wie z.B. bei einem Ölleck unterm Auto kann man z.B. ruhig eine alte Decke unter das Fahrzeug legen, bevor man unter das Auto klettert". Schliesslich soll die Einsatzkleidung dort ihre Fähigkeiten voll entfachen, wo sie am meisten gebraucht wird, nämlich zur Menschenrettung und Brandbekämpfung. Mit bis zu 370 Grad Eigentemperaturresistenz dürfte diese dazu voll geeignet sein.
Unser Bild zeigt die "Fotomodelle" der Wehr bei der ersten Anprobe nach Aushändigung der neuen Kleidung.
Der Gemeinde sei gedankt für das hohe Vertrauen, welches sie in die Wehr hat und u.a. durch Zustimmung zu dieser und weiteren Anschaffungen bewiesen hat.
Weitere Informationen zum Fireliner-Schutzkleidungssystem: www.consultiv.ch
Ihre Feuerwehr Owingen

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